Vorbereitung und Planung Vorbereitung und Planung Vorbereitung und Planung

Phasen der Gründung Vorbereitung und Planung

Wie erstellst Du einen Businessplan?

Neben einer guten Geschäftsidee brauchst Du für Deine Unternehmensgründung auch ein tragfähiges Konzept. Dein Businessplan ist die Visitenkarte Deines Unternehmens! Er muss präzise und realistisch alle Faktoren für Deinen Erfolg berücksichtigen. Dabei dient Dein Businessplan Deiner eigenen Planungssicherheit, ist aber auch ein wichtiges Instrument für Deine Geldgeber.

Hilfe beim Erstellen eines Businessplans erhältst Du bei vielen Branchenspezialisten des SOG-Netzwerks, insbesondere bei der Industrie- und Handelskammer Saarland (IHK) und der Handwerkskammer des Saarland (HWK). Weitere Unterstützung bietet Dir der Businessplan-Wettbewerb „1,2,3, GO“: Von der Geschäftsidee zum ausgereiften Businessplan! Der Businessplanwettbewerb wird von der IHK Saarland und dem BIC Kaiserslautern durchgeführt. Ziel ist die Unterstützung von innovativen Unternehmensgründungen. „1,2,3 GO“ wird unterstützt vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, von der Saarländischen Investitionskreditbank (SIKB) und der Saarländischen Wagnisfinanzierungsgesellschaft (SWG). Die Teilnahme an „1,2,3 GO“ bietet Start-up-Unternehmen Unterstützung bei der Erstellung Businessplans durch Mentoren aus dem Business Angels Netzwerk Saar (BANS). Die besten Businesspläne stehen im überregionalen Wettbewerb mit Geschäftskonzepten aus der Saar-Lor-Lux-Region und haben die Möglichkeit, bis zu 3.000 Euro zu gewinnen. Für die Wettbewerbsteilnehmer/-innen bietet die IHK Saarland ein exklusives Workshop-Programm.

Die Struktur Deines Businessplans

Mit Hilfe von verschiedenen Online-Werkzeugen kannst Du Dir Deinen eigenen Businessplan kostenlos erstellen:

1. Das Executive Summary – die Visitenkarte Deines Unternehmens

Mit dem Executive Summary musst Du mögliche Geldgeber von Deiner Geschäftsidee überzeugen: Stelle knapp und prägnant Dein Unternehmen vor, definiere Deine Zielgruppe und erkläre, was das Besondere an Deiner Geschäftsidee ist.

2. Konkurrenzsituation und Marktchancen – wirst Du gebraucht?

Bevor Du ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt bringst, musst Du klären, ob es dafür überhaupt eine Nachfrage gibt. Wie groß ist das Marktvolumen und welche Kunden spricht Dein Angebot an? Es sollte sich von dem der Konkurrenz nennenswert unterscheiden und Alleinstellungsmerkmal aufweisen. Dies muss im Businessplan deutlich werden.

3. Unternehmerteam – welche Rechtsform hat Dein Unternehmen?

Ein Unternehmen kann man allein oder im Team zum Erfolg führen. Klare Eigentumsverhältnisse sind hierbei hilfreich und sollten vertraglich festgehalten werden.

4. Marketing und Vertrieb – mache auf Dich aufmerksam

Dein Marketingkonzept macht Aussagen über die Produkt-, Preis-, Kommunikations- und Servicepolitik. Aber auch Werbestrategien und Vertriebswege werden darin definiert.

5. Geschäftssystem – wie bist Du organisiert?

Unter diesem Punkt beschreibst Du den Aufbau deiner Wertschöpfungskette, welche Produkte und Dienstleistungen Du selbst erbringen und welche Du anderweitig beschaffen musst. Gehe darauf ein, wie die Erstellung des Produktes bzw. der Dienstleistung erfolgt und welcher Kundennutzen aus Deiner Wertschöpfung entsteht. Beschreibe in diesem Zusammenhang auch Deine Aufbau- und Ablauforganisation.

6. Realisierungsfahrplan – Deadlines setzen und einhalten

Natürlich musst Du einen Zeitplan für Deine Gründung erstellen. Zum einen, um Dir selbst zu verdeutlichen, wann welche Entscheidungen getroffen werden müssen. Nur so kann ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden. Zum anderen ist der zeitliche Fahrplan auch die Grundlage Deiner Finanzierungsplanung.

7. Chancen und Risiken – Plan B in der Tasche

Überlege Dir, welche internen und externen Risiken den Erfolg Deines Unternehmens schmälern könnten, und stelle den Risiken die Instrumente gegenüber, mit denen Du ihnen begegnen willst. Welche Probleme – etwa Ausbleiben der Kunden, Nachahmung Deines Angebots, Weggang eines Know-how-Trägers – könnten auftreten und welche Lösungen siehst Du dafür vor?

8. Finanzplanung – Gewinne und Verluste kalkulieren

In Deiner Finanzplanung musst Du deutlich machen, wann Du welche finanziellen Mittel benötigst und mit welchen Gewinnen, aber natürlich auch Verlusten, Du rechnest. Deine Umsatzentwicklung sollte für die kommenden drei Jahre beschrieben werden. Von einem guten Businessplan hängt häufig das gesamte Gründungsvorhaben ab. Hole Dir einen Expertenrat und lasse Dir Zeit bei der Erstellung. Je besser Deine Gründung durchdacht ist, umso nachhaltiger ist sie.

Damit Deine Existenzgründung ein Erfolg wird, brauchst Du vor allem eins: Eine gute Vorbereitung! Bei der Saarland Offensive für Gründung erhälst Du alle gründungsrelevanten Informationen. Unsere Expertinnen und Experten erstellen gemeinsam mit Dir einen realitätsnahen und möglichst detaillierten Plan für Dein Vorgehen. So minimierst Du dein Risiko und maximierst Deine Erfolgschancen. Die Saarland Offensive für Gründung begleitet Dich auf Deinem Weg!

Welche Gründungsform ist die richtige für Dich?

Als Gründer/-in baust Du nicht notwendigerweise ein komplett neues Unternehmen auf. Auch Unternehmensnachfolge und Franchising fallen unter den Gründungsbegriff. Jede Art der Gründung hat ihre Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass Deine Gründung optimal zu Dir passt.

Neugründung

Die Neugründung ist die häufigste Form der Existenzgründung. Dabei musst Du vom Mitarbeiterteam über die Lieferanten bis hin zum Kundenstamm alles neu aufbauen. Deshalb solltest Du zunächst den Markt beobachten und bewerten, um herauszufinden, welche Chancen Du mit deinem Angebot hast. Bei sorgfältiger Planung und Vorbereitung lohnt es sich, das Risiko einzugehen. Hilfe bekommst Du bei dem für dich zuständigen Gründungslotsen.

Unternehmensnachfolge

Jährlich suchen rund 1000 Unternehmer/-innen einen motivierten Nachfolger/-in. Bei der Suche nach einem passenden Unternehmen oder einem Übernehmer/-in  berät und begleitet Dich die Saarland Offensive für Gründung (SOG). Auf den Internet-Portalen „Unternehmensbörse SaarLorLux“ und „nexxt-change“ kannst Du auch selbst nach einem geeigneten Unternehmen suchen oder einen Nachfolger/-in  für Deinen Betrieb finden. Hast Du Dein Wunschunternehmen gefunden, gilt es zu überprüfen, ob es zu Dir passt und wie sein Wert zu veranschlagen ist. Hier ist es von Vorteil, beispielsweise bei der Erstellung einer betriebswirtschaftlichen Unternehmensbewertung (Due Diligence), Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer einzubeziehen. Eine Beratung zur Erstellung eines Übergabefahrplans kann bezuschusst werden. Hilfreich bei einer Unternehmensnachfolge sind neben dem Wirtschaftsministerium vor allem die SOG-Partner IHK, HWK, saaris, die Steuerberater- und Wirtschaftsprüferkammer sowie die SIKB. So bietet beispielsweise die SIKB spezielle Beratungen und Förderprodukte zur Unternehmensnachfolge an.

Koordinierungsstelle SOG-Nachfolgelotse

Du hast vor ein Unternehmen zu übernehmen? Oder suchst einen geeigneten Nachfolger/-in für Dein Unternehmen? Die Koordinierungsstelle „SOG-Nachfolgelotse“ der SOG unterstützt Dich hierbei.

Die Stelle ist bei der SIKB angesiedelt und wird vom Wirtschaftsministerium im Rahmen des saarländischen EFRE-Programms mit Unterstützung durch die EU finanziert. Die Anlaufstelle ergänzt das vorhandene Angebot zum Beispiel durch spezielle Informationsvermittlung zwischen Übergeber/-in und Nachfolger/-in. Sie begleitet als zentrale und neutrale Stelle den Übernahmeprozess im Sinne beider Seiten. Sie spricht insbesondere landesweit potenzielle Übergeber/-innen und Übernehmer/-innen aktiv an und sensibilisiert diese unter anderem in Form von Veranstaltungen und Workshops für Fragen der Nachfolge. Sie arbeitet mit den SOG-Netzwerkpartnern eng zusammen und stellt gezielt Kontakt her.

Franchising

Beim Franchising erwirbst Du das Recht, Dich mit einem andernorts am Markt bereits eingeführten Geschäftskonzept selbstständig zu machen. So wirst Du zum Franchisenehmer/-in. Das hat den Vorteil, dass Du mit einem bekannten Markennamen werben kannst. Dennoch solltest Du das notwendige Know-how nicht unterschätzen. Die SOG bietet Dir deshalb auch in diesem Bereich zahlreiche Beratungsangebote, damit die Gründung gelingt.

Welche Rechtsform soll Dein Unternehmen haben?

Bei der Wahl der Rechtsform sind vor allem wirtschaftliche und steuerliche Gesichtspunkte zu beachten. Machst Du dich zusammen mit einem oder mehreren Partnern selbstständig, entsteht eine Personen- oder Kapitalgesellschaft. Hier gibt es verschiedene Formen, die sich unter anderem hinsichtlich Haftung, Vertretungs- und Entscheidungsbefugnis unterscheiden. Gewerbetreibende oder Freiberufler gründen in der Regel ein Einzelunternehmen, welches Gewerbetreibende beim Gewerbeamt und Freiberufler beim Finanzamt anmelden müssen.

Ansprechpartner bei Rechtsfragen

Informationen zu den verschiedenen Rechtsformen erhältst du bei der

Auch die Notarkammer gibt Dir eine erste Auskunft und kann Dich an ein Notariat weiterleiten. Hier wirst Du dann beispielsweise bei der Wahl der Rechtsform oder der Gestaltung der dazugehörigen Gesellschafterverträge beraten.

KontaktPlus – Service für Gründung und Mittelstand

Wenn du Dir nicht sicher bist, wer für Deine Gründungsidee und Deine Branche der richtige Ansprechpartner ist, kannst Du Dich auch an die Servicestelle „KontaktPlus“ des Wirtschaftsministeriums wenden. Dort bekommst Du Unterstützung und wirst an den richtigen Ansprechpartner weitergeleitet.

Telefon: 0681 501-1717
E-Mail: kontaktplus@saarland.de